Ein alter Rumpf wird wiedergeboren
Die YMS-Minensucher wurden im II. Weltkrieg in Massen von den USA für die US-Navy und die Flotten ihrer Verbündeten aus Holz gebaut. Die kleinen Schiffe mit etwas mehr als 40 Metern Länge dienten auf allen Weltmeeren als Minensucher und in anderen Rollen.
Die meisten der hunderten Exemplare überlebten den Krieg und wurden dann oft in die zivile Schifffahrt verkauft. Als kostengünstige und seetüchtige Schiffe forschten und fischten sie in der ganzen Welt. Einige von ihnen gelangen zu Weltruhm wie die berühmte „Calypso“ des Meeresforschers und Umweltaktivisten Jaques Yves Cousteau. Eine andere wurde die Yacht des Schauspielers John Wayne und existiert noch heute.
Der Rumpf des YMS weißt elegante Linien auf und ist ein handliches Schiff in der richtigen Größe. Er hat das Potential für eine Geschwindigkeit von bis zu 16 Knoten und ist überraschend standfest in hohen Wellen. Nur ist Holz heute kein gut anwendbares Material mehr für Schiffe dieser Größe. Daher wird der Rumpf gegenwärtig nachgeformt, um dann in Stahl oder Aluminium gebaut werden zu können.